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Einblicke

Interschutz 2026: Grübeln in der Welt der Softwarelösungen

· Raik

Die Interschutz ist einfach ein Pflichttermin. Gerade wenn man wie wir die Fühler nach neuer Software rund um die BOS ausstreckt, um sich Inspiration und neue Eindrücke zu holen. Und eins steht fest: Zu sehen gab es reichlich. Von Zusatzalarmierungen über Verwaltungstools bis hin zu Software für die Ausbildung in der eigenen Wehr war quasi alles dabei. (Leitstellen- und Einsatzführungssoftware gab es natürlich auch, aber das klammern wir mal aus – das ist einfach nicht unsere Baustelle 😉).

Das Ganze war absolut spannend zu sehen. Trotzdem sind wir abends auf dem Heimweg ziemlich ins Grübeln geraten. Denn die Richtung, in die sich viele Systeme am Markt entwickeln, hat uns echt nachdenklich gemacht.

Das Problem mit den Alleskönnern

Gefühlt wächst fast jedes Programm im BOS-Bereich unaufhörlich weiter. Da wird ein Feature nach dem anderen draufgepackt, das mit der eigentlichen Kernaufgabe kaum noch was zu tun hat. Das eigentliche Problem ist dabei gar nicht nur, dass man das alles irgendwo mitbezahlt. Viel schwerer wiegt: Man bekommt eine riesige Palette an Funktionen mitgeliefert, die oft gar nicht zur eigenen Arbeitsweise passen … ungefähr so, als ob die eigene Feuerwehr mit einem Löschboot ausgerüstet wird, obwohl es im Ausrückbereich gerade mal einen Dorfteich gibt.

Am Ende dreht sich dadurch ein grundlegendes Prinzip komplett um: Plötzlich soll sich die eigene Organisation dem Werkzeug (also der Software) anpassen – und nicht das Werkzeug dem Prozess, wie es sich eigentlich gehört. Oder anders formuliert: Wer kleine Nägel einschlagen will, besorgt sich besser einen kleineren (passenden) Hammer, anstatt den alten Vorschlaghammer aus der Garage zu holen – oder?

Wer diese Zusatzfunktionen nutzen möchte, steht plötzlich vor der Frage, ob bewährte, über Jahre eingespielte Abläufe in der Wehr komplett umgekrempelt werden sollen, nur damit diese eine Funktion in der Software genutzt werden kann. Das kann doch nicht der richtige Weg sein – auch wenn das Überdenken der eigenen Abläufe ganz grundsätzlich nie verkehrt ist.

Da muss man doch mal ganz pragmatisch die Sinnfrage stellen. Um es mal überspitzt auszudrücken: Ich kaufe mir doch keine Alarmierungs-Software, um am Ende gezwungenermaßen meine Prozesse in der Kleiderkammer zu verbiegen, nur weil das System diesen Ablauf nun mal so vorgibt.

Aus unserer langjährigen Erfahrung in der Softwareentwicklung – und ja, da sprechen wir auch aus eigener, leidvoller Erfahrung – wissen wir: All-in-One-Lösungen sind selten in allen Bereichen wirklich gut. Oft leidet die einfache Bedienung unter der schieren Masse an Funktionen.

Dazu kommt eine Sache, die für uns vor allem mit Fairness gegenüber dem Kunden zu tun hat: Diese Riesen-Systeme nageln den Nutzer fest. Wer da wieder raus will, schaut oft in die Röhre. Wenn es überhaupt Schnittstellen oder Exportfunktionen gibt, kosten sie meistens richtig Geld. Und am Ende steht man dann oft vor unvollständigen Daten, die erst aufwendig manuell aufbereitet werden müssen, bevor man sie überhaupt in ein anderes System importieren kann.

Die Bestätigung für unseren Weg

Für uns war der Messerundgang deshalb eine klare Bestätigung. Es hat uns gezeigt, dass wir mit unserem Ansatz genau richtig liegen: Wir setzen konsequent auf Cloud-Lösungen, die modular aufgebaut sind und sich ganz bedarfsgerecht erweitern lassen.

Wir haben dabei vor allem auch kleine und mittlere BOS-Einheiten im Blick. Die brauchen kein kaffeekochendes Software-Monster, das Prozesse abbildet, die ihnen im Dienstalltag eher Kopfschmerzen als Erleichterung bescheren. Bei uns gilt: Jede Einheit bucht genau das, was sie für ihre Arbeit wirklich braucht. Fertig.

Unser Versprechen: Eure Daten gehören euch!

Wir glauben fest daran, dass man Kunden durch gute Arbeit und eine starke Software bindet – und nicht, indem man ihre Daten als Geisel nimmt.

Deshalb werden wir ab sofort für alle unsere Angebote konsequent an Lösungen arbeiten, die den Datenaustausch mit anderen Systemen so einfach und offen wie möglich machen. Ohne Wenn und Aber, und natürlich absolut kompromisslos, was den Datenschutz und die Datensicherheit angeht.